Wochenende 19.09. – 22.09.09

Zurück aus einem großartigen Wochenende, hier die Zusammenfassung der letzten Tage.

 

Einen Tag nach dem Vulkan-Ausflug habe ich die Hacienda Guayabal, eine Kaffeeplantage bei Chinchiná besucht. Eine Stunde mit dem Bus nach Chinchiná und dort den Minibus nach Guayabal gesucht, was schwieriger als erwartet war. Von Chinchiná dann zur Hacienda und erst mal der Mautstelle statt wie beschrieben davor ausgestiegen. Also vergeblich rumgefragt, bis mir dann endlich einer weiterhalf und mir sagte, dass ich zur Plantage 3 km zurück laufen müsse. Also die Landstraße durch Kaffeeplantagen entlang gewandert, bis ich nach einer Stunde dann endlich da war. War aber im Nachhinein eine großartige kleine Wanderung. Angekommen auf der Hacienda hab ich dann erst mal das englisch-japanische Pärchen wiedergetroffen. Dann wurde uns nach einem Willkommensdrink in anderthalb Stunden der Prozess der Kaffeeherstellung erklärt. War sehr interessant und auch landschaftlich sehr ansprechend. Danach dann weniger kompliziert zurück nach Manizales.

 

Sonntag hab ich dann den Bus Perreira und anschließend nach Salento genommen. Schon die Anfahrt war großartig, zog sich aber etwas länger hin, da wir von einem der in Kolumbien übliche Militärkontrollen aufgehalten wurde und dann jeder einzeln auf Waffen durchsucht wurde. Das ist hier nichts besonderes, seit die neue Regierung im Kampf gegen die Guerilla denSalento ist ein kleines Dörfchen inmitten großartiger grüner Berge, wo noch alle in der traditionellen Kleidung mit Poncho und Sombrero rumlaufen. Am Nachmittag und Abend hab ich dann ein wenig den Ort erkundet, der, egal in welche Richtung man schaut, großartige Aussichten bietet. Nach Einbruch der Dunkelheit dann noch etwas durch die Geschäfte gebummelt und einen Perro Caliente (Hotdog) verspeist. Zu meinem Schrecken machen die hier außer Ketchup, Senf und Mayonnaise auch noch Ananassoße (!) drauf… Den Abend hab ich im Hostel verbracht und dabei wieder einige Leute aus aller Welt kennen gelernt.

 

Am Montag dann ging‘s mit einem Franzosen, den ich kennengelernt hab, ins Valle de Cocora, ein atemberaubendes Tal. Eine Stunde Anfahrt mit dem Jeep, danach war man erst mal ordentlich durchgeschüttelt. Dann ging‘s zu Fuß los, 5 Stunden Wanderung. Der erste Teil geht durch grüne Wiesen mit Kühen und man kommt sich vor wie in Bayern, nur dass ein kleines Detail nicht passt: Die 60 Meter hohen Wachspalmen, die größte Palmenart der Welt. Der zweite Teil war dann durch Nebelwald bis auf 3000 Meter Höhe. Nebelwald ist das gleiche wie Regenwald, mit dem Unterschied, dass er sich zwischen 2000 und 3000 Metern Höhe befindet und sich nicht durch regen, sondern durch Nebel speist. Und seinem Namen wird er gerecht. Tiefer Dschungel mit Farnen, Lianen und anderer tropischer Vegetation, dazu immer wieder von Nebelschwaden durchzogen, was dem ganzen einen gespenstischen Aspekt verleiht. Dazu mussten wir immer wieder den Fluss überqueren und zwar auf abenteuerlichen Hängebrücken und auf Baumstämmen balancierend. Nach 2 Stunden dann Pause in einem Kolibri-Reservat und dann nach La Montaña aufgestiegen, einem Viewpoint von dem man eine tolle Aussicht auf das Tal hatte. Das beste war dann der Rückweg von la Montaña zum Ausgangspunkt. Der Weg hing am Hang entlang und man hatte eine großartige Sicht ins Tal. Dazu die riesigen Palmen ringsherum, die immer wieder im Nebel verschwanden, hatte wirklich was gespenstisches. Danach dann wieder zurück mit dem Jeep über Stock und Stein. Und zwar wegen Überfüllung auf dem Gepäckträger… Abend wieder im Hostel etwas Rum verköstigt und sich unterhalten, u.A. mit einem Angestellten der auf den Klangvollen Namen Roiber hört und für die Sicherheit zuständig ist…

 

Dienstag dann nichts besonderes zu erzählen, 7 Stunden Busfahrt zurück nach Medellín und einen ruhigen Abend daheim verbracht.

23.9.09 03:16

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