Dienstag & Mittwoch

Dienstag, 15.09.09

 

Am Nachmittag haben wir mit den drei Nonnen und Mirabel, dem Mädchen das noch hier wohnt, eine Finca in den Bergen besucht, die Bekannten der Schwestern gehört. War interessant mal einen Bauernhof auf kolumbianisch zu sehen und Landschaftlich wieder einmal äußerst ansprechend. Die Besitzer waren auch sehr nett und haben uns dann noch zum Essen eingeladen. Zwischenzeitlich konnte man sich auch noch an den ganzen Obstbäumen bedienen, was auch großartig war. Am späten Nachmittag ging es dann zurück nach La Estrella.

 

Mittwoch, 16.09.09

 

Am Vormittag den Schwestern geholfen, riesige Kisten voller Essen ins Kloster zu schleppen. Die Oberin war mal wieder auf dem Großmarkt und hat den Jeep vollgeladen. Danach bin ich dann nach Medellín gefahren, da ich noch ein paar Einkäufe machen wollte und mir das nicht für die letzte Woche in La Estrella aufheben wollte, da ich da nochmal möglichst viel Zeit für die Kinder freihalten wollte. Auf dem Rückweg hab ich dann den großen Don Pablo Emilio Escobar Gaviría an dessen Grab besichtigt. Nach langem, planlosem Umherlaufen zwischen den ganzen identischen aussehenden Marmorplatten die hier als Grabsteine dienen, rief mir dann schließlich aus einiger Entfernung ein Friedhofsarbeiter zu „Estás buscando Pablo?“ – „Suchst du Pablo?“ und zeigte mir schließlich das Grab. Kein großes Drogenbaron-Mausoleum, sondern eine schlichte schwarze Marmorplatte neben denen seiner Familienangehöriger mit der Unterschrift „Wenn Du einen guten Menschen triffst, versuche ihn nachzuahmen, triffst du einen schlechten Menschen, schau zuerst Dich selbst an“. Das spiegelt ein bisschen das Robin-Hood-Image das der hier hat wider, da er sehr viel für die arme Bevölkerung getan hat. Für die einen ist er der Teufel, die anderen verehren ihn als guten Samariter. Also einige Minuten ehrfürchtig innegehalten und mich dann auf den Heimweg gemacht.

Am Abend hab ich dann noch mein Versprechen eingelöst und mir bei Sergio, dem Friseur, den ich am ersten Tag kennengelernt hab, die Haare schneiden lassen, was absolut überfällig war. Dazu musste ich mich dann auch noch rasieren lassen und musste einen Kaffee trinken. Der hat so viel geredet, dass ich dann nach 2 Stunden endlich wieder daheim war… Dafür war das ganze kostenlos und ich bin jetzt bereit für die Karibik :-)

18.9.09 00:03

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